Eine Kapsel voller Vitamine und Mineralstoffe – und schon bist du optimal versorgt? Klingt praktisch – genau das versprechen viele Hersteller von Nährstoffkomplexen. Doch pauschale Nahrungsergänzung kann auch Risiken mit sich bringen. In diesem Beitrag erfährst du, warum Multivitamine oft überbewertet sind, worauf du bei Supplementen achten solltest – und wie du gezielt und sinnvoll ergänzen kannst.
Was sind Multivitamine eigentlich?
Multivitamine sind Nahrungsergänzungsmittel, die gleich mehrere Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente in einer einzigen Dosis enthalten. Meist kommen sie in Form von Kapseln oder Tabletten daher.
Sie wirken auf den ersten Blick praktisch: Eine Kapsel am Tag – und schon soll dein kompletter Nährstoffbedarf gedeckt sein. Klingt bequem, oder?
Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Multivitamine haben auch ihre Schattenseiten – und viele Menschen kennen die Risiken gar nicht, die mit der täglichen Einnahme verbunden sein können.

Können zu viele Vitamine schädlich sein? 5 Risiken
Ich verrate dir daher, welche fünf Risiken Nährstoffkomplexe bergen können – und warum eine gezielte Nahrungsergänzung oft die bessere Wahl ist.
1. Überdosierung durch Multivitamine
Viele Vitamine und Mineralstoffe haben in ihrer Dosierung eine tolerierbare Obergrenze. Wird diese überschritten, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Das Problem: Multivitamine enthalten oft schon hohe Dosen. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung kann es dadurch zu Überdosierungen kommen.
Überdosierungen Beispiele:
- Vitamin A: Kann in hoher Dosis lebertoxisch wirken und für Schwangere riskant sein. (1, 2)
- Zink: Eine Überdosierung kann Kupfermangel und Immunschwäche auslösen. (3)
- Selen: Zu viel des Nährstoffs kann hautschädigend und nerventoxisch sein. (4,5)
2. Einheitsdosis statt individueller Bedarf
Unabhängig von den eigenen Bedürfnissen oder Lebensumständen bekommt jede:r dieselbe Kombination aus Vitaminen und Mineralstoffen.
Doch der Nährstoffbedarf ist alles andere als pauschal:
- Vegetarier und Veganer benötigen oft zusätzliches Vitamin B12.
- Frauen mit Kinderwunsch profitieren von Folsäure.
- Sportlich aktive Menschen brauchen möglicherweise mehr Magnesium – aber nicht automatisch mehr Vitamin A oder E.
In vielen Fällen besteht gar kein Mangel, denn eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung liefert bereits einen Großteil der benötigten Nährstoffe. Werden zusätzlich hoch dosierte Präparate eingenommen, kann das sogar schaden – etwa durch Überdosierungen oder ungünstige Wechselwirkungen.
Deshalb gilt: Gezielte Supplementierung ist sinnvoll – pauschale Einnahme nach dem Motto »viel hilft viel« eher nicht.
3. Fragwürdige Zusammensetzung und Bioverfügbarkeit
Nicht jede Nährstoffkombination in Multivitaminen ist sinnvoll – im Gegenteil: Manche Wirkstoffe beeinträchtigen sich gegenseitig in ihrer Aufnahme oder Wirkung.
Beispiele aus der Praxis:
- Calcium und Eisen konkurrieren im Darm um denselben Transportweg – wird beides gleichzeitig eingenommen, kann die Aufnahme beider Stoffe reduziert werden.
- Magnesium und Zink können sich gegenseitig hemmen und so ihre Wirkung abschwächen.
Ein weiteres Problem: Viele Präparate enthalten billige, schlecht verwertbare Verbindungen, die der Körper nur eingeschränkt aufnehmen kann – etwa Magnesiumoxid statt dem deutlich besser verfügbaren Magnesiumcitrat.
Das Ergebnis: Du nimmst zwar die Nährstoffe ein, bekommst aber kaum eine effektive Wirkung und verbrennst somit dein Geld.
4. Sicherheitsgefühl statt echter Bedarf
Nährstoffpräparate mit vielen Vitaminen vermitteln schnell ein Gefühl von Sicherheit: »Ich nehme ja was für meine Gesundheit.«
Doch die Wahrheit ist: Ohne echten Mangel oder Bedarf bringt das nichts. Studien zeigen, dass viele Präparate bei Gesunden keinen nachweisbaren Nutzen haben – oder sogar Langzeitrisiken bergen.
Deshalb gilt: Nahrungsergänzung ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und Lebensweise. Aber sie kann, wenn sie gezielt eingesetzt wird, ergänzend wirken.
5. Multivitamine sind oft teuer und unnötig
Hochwertige Multivitamine kosten schnell 20 bis 50 Euro pro Monat – oft ohne nachweislichen Nutzen.
Denn: Wenn du keinen konkreten Nährstoffmangel hast, zahlst du im Grunde für Inhaltsstoffe, die dein Körper gar nicht braucht – oder gar nicht verwerten kann.
Gezielte Supplemente sind oft nicht nur wirksamer, sondern auch günstiger.
Ein gutes Vitamin-D-Präparat kostet z. B. nur ein paar Euro im Monat. Auch B12 für Veganer oder Folsäure bei Kinderwunsch sind preiswerte Einzelpräparate – und liefern genau das, was tatsächlich gebraucht wird.
Statt pauschal in Kombivitamine zu investieren, lohnt es sich, gezielt zu ergänzen, was wirklich fehlt – das ist nicht nur gesünder, sondern oft auch deutlich kosteneffizienter.
Multivitamine: Ist Nahrungsergänzung wirklich sinnvoll?
Auch wenn viele Menschen blind zu Multivitaminen greifen, gibt es durchaus Situationen, in denen gezielte Supplementierung medizinisch sinnvoll oder sogar notwendig ist – vor allem dann, wenn der Körper einen bestimmten Nährstoff tatsächlich nicht in ausreichender Menge bekommt.
Typische Beispiele, wann Nahrungsergänzung sinnvoll sein kann:
- Bei nachgewiesenem Nährstoffmangel (z. B. Eisen, Vitamin D oder B12)
- In Schwangerschaft und Stillzeit – aufgrund eines erhöhten Bedarfs an Folsäure, Jod und weiteren Nährstoffen
- Im höheren Alter – da die Aufnahme bestimmter Vitamine, etwa B12 oder Vitamin D, nachlässt
- In den Wintermonaten – wegen eingeschränkter körpereigener Vitamin-D-Produktion durch fehlendes Sonnenlicht
- Bei speziellen Ernährungsformen, z. B. bei veganer oder vegetarischer Ernährung – etwa für Vitamin B12, Eisen, Omega-3 oder Zink
In all diesen Fällen ist es sinnvoll, gezielt zu ergänzen – am besten in Rücksprache mit Ärzt:innen, Apotheker:innen oder Ernährungsberater:innen. So stellst du sicher, dass dein Körper genau das bekommt, was er wirklich braucht.
Reicht die Ernährung aus, um den Nährstoffbedarf zu decken?
Eine ausgewogene Ernährung könnte theoretisch alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe liefern. Doch die Praxis sieht oft anders aus. Viele Menschen in westlichen Ländern ernähren sich eher einseitig, nährstoffarm oder zu stark verarbeitet.
Hinzu kommt: Durch lange Transportwege, Lagerung und Zubereitung gehen viele Nährstoffe – etwa Vitamin C oder Folsäure – bereits verloren, bevor sie überhaupt auf deinem Teller landen.
Außerdem enthalten moderne Lebensmittel durch intensive Landwirtschaft mit ausgelaugten Böden und hohem Ertrag teils deutlich weniger Nährstoffe als noch vor 50 Jahren.
Die Folge: Leichte Unterversorgungen sind nicht selten – auch ohne dass sofort ein klinischer Mangel vorliegt.
Aber: Genau deshalb ist es wichtig, gezielt zu ergänzen, wenn wirklich Bedarf besteht – statt pauschal zu Kombipräparaten zu greifen und Nährstoffe einzunehmen, mit denen du bereits gedeckt bist.
Folgende Fragen können dir dabei helfen herauszufinden, welche Nährstoffe du aktuell brauchst:
- Wie ernährst du dich? (z. B. Vegan, Vegetarisch)
- Hast du Risikofaktoren oder Symptome? (z. B. Schwangerschaft, Stillzeit, Zyklusbeschwerden)
- Wurde etwas labordiagnostisch festgestellt? (z. B. Blutwerte, Schilddrüse, Mikrobiom)
So kannst du gezielt und bedarfsgerecht supplementieren – ohne Überdosierung oder unnötige Kosten.

Welche Multivitamine sind sinnvoll?
Es gibt natürlich auch Unternehmen, die Multivitamine anbieten, die durchaus sinnvoll abgestimmt sein können und für den behandelnden Zweck mehrere Pflanzenstoffe, Mineralien oder Vitamine benötigen.
Ein Unternehmen, das ich in diesem Zusammenhang von Herzen empfehlen kann, ist MADENA*. Dieses wurde von dem Fachapotheker Rudolf Keil gegründet, der sich auf eine stimmige und sinnvolle Zusammensetzung der Inhaltsstoffe seiner Präparate konzentriert und diese kontinuierlich und studienbasiert weiterentwickelt.
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Fazit: Nahrungsergänzung sollte gezielt erfolgen
Multivitamine wirken auf den ersten Blick praktisch – doch sie versorgen dich selten so sinnvoll, wie es scheint. Häufig enthalten sie zu viele oder ungünstig kombinierte Nährstoffe, die dein Körper gar nicht braucht – oder nicht optimal verwerten kann.
Statt pauschal alles zu supplementieren, ist es deutlich sinnvoller, das zu ergänzen, was dir tatsächlich fehlt, oder auf Unternehmen zurückzugreifen, die sinnvolle Kombipräparate herstellen. Das ist nicht nur gesünder, sondern oft auch günstiger – und schützt dich vor Überdosierungen oder unerwünschten Wechselwirkungen. Ob durch Ernährung, Laborwerte oder ärztlichen Rat: Je besser du deinen tatsächlichen Bedarf kennst, desto effektiver kannst du deine Gesundheit unterstützen.
Über die Autorin
Hi, ich bin Sarah!
Seit 2014 beschäftige ich mich mit ganzheitlicher Gesundheit, Ernährung und mentalem Wohlbefinden. 2021 habe ich mein Fernstudium zur Ernährungsberaterin abgeschlossen und arbeite heute selbstständig als Content Creatorin und Texterin im Bereich körperliche und mentale Gesundheit. Mein Ziel: Menschen über Gesundheit aufzuklären, damit Krankheiten gar nicht erst entstehen. Auf meinem Blog teile ich Impulse, Bücher und Produkte, die mich auf meinem Weg unterstützt haben – immer mit Blick auf einen ganzheitlichen Lebensstil. Ich freue mich über deine Gedanken oder Fragen in den Kommentaren oder per E-Mail!
Wissenschaftliche Quellen
- LiverTox: Clinical and Research Information on Drug-Induced Liver Injury [Internet]. Bethesda (MD): National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases; 2012-. Vitamin A. [Updated 2020 Nov 4]. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK548165
- Bastos Maia S, Rolland Souza AS, Costa Caminha MF, et al. Vitamin A and Pregnancy: A Narrative Review. Nutrients. 2019;11(3):681. Published 2019 Mar 22. doi:10.3390/nu11030681
- Fosmire GJ. Zinc toxicity. Am J Clin Nutr. 1990;51(2):225-227. doi:10.1093/ajcn/51.2.225
- Vinceti M, Wei ET, Malagoli C, Bergomi M, Vivoli G. Adverse health effects of selenium in humans. Rev Environ Health. 2001;16(4):233-251. doi:10.1515/reveh.2001.16.4.233
- Vinceti M, Mandrioli J, Borella P, Michalke B, Tsatsakis A, Finkelstein Y. Selenium neurotoxicity in humans: bridging laboratory and epidemiologic studies. Toxicol Lett. 2014;230(2):295-303. doi:10.1016/j.toxlet.2013.11.016
Disclaimer
Bitte bedenke, dass jede Empfehlung sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Wissenschaftliche Erkenntnisse entwickeln sich stetig weiter – was heute gilt, kann morgen bereits überholt sein. Auch ist jede gesundheitliche Situation individuell und sollte im Zweifel ärztlich abgeklärt werden. Ich recherchiere alle Inhalte so gründlich wie möglich und möchte dir Impulse geben, wie du gesünder leben kannst. Bitte hinterfrage dennoch stets kritisch, ob das, was ich hier anbiete, zu dir und deiner persönlichen Situation passt.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Multivitaminen
Sind Multivitamine schädlich?
Nicht zwangsläufig – aber bei falscher Dosierung oder ohne echten Mangel können sie Nebenwirkungen verursachen.
Welche Vitamine sollte ich nicht kombinieren?
Z. B. Calcium und Eisen, Magnesium und Zink behindern sich gegenseitig in der Aufnahme.
Wann ist Nahrungsergänzung wirklich sinnvoll?
Bei diagnostiziertem Mangel, in besonderen Lebensphasen (z. B. Schwangerschaft) oder bei bestimmten Ernährungsformen wie veganer Kost.
Sind Multivitamine für jeden geeignet?
Nein. Der Nährstoffbedarf ist individuell – pauschale Präparate berücksichtigen das nicht und können im schlimmsten Fall schaden.
Woran erkenne ich, ob ich einen Mangel habe?
Anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Blutwerte geben Hinweise. Sicherheit bringt eine ärztliche Diagnose.
Was sind Alternativen zu Multivitaminen?
Einzelpräparate, die auf deinen tatsächlichen Bedarf abgestimmt sind oder sinnvolle Nährstoffkombinationen, wie es bei MADENA der Fall ist.