Du möchtest deine Regelschmerzen lindern und suchst nach natürlichen Möglichkeiten, die dich während deiner Periode unterstützen? Damit bist du nicht allein. Viele Frauen leiden jeden Monat unter Unterleibskrämpfen, Rückenschmerzen oder einem allgemeinen Unwohlsein. In diesem Beitrag zeige ich dir fünf natürliche Hausmittel und Alltagstipps, die dir helfen können, besser durch deine Regelblutung zu kommen.
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Wie entstehen Regelschmerzen und welche Formen gibt es?
Bevor du gezielt deine Regelschmerzen lindern kannst, ist es wichtig zu verstehen, wie sie überhaupt entstehen. Denn Schmerzen während der Periode lassen sich grundsätzlich in zwei Formen einteilen:
1. Form: Primären Regelschmerzen (Dysmenorrhoe):
Hierbei sind die Schmerzen von der ersten Periode an vorhanden und können bis zum Einsetzen der Wechseljahre andauern. Während der Regelblutung, auch Menstruation genannt, ziehen sich die Muskeln in der Gebärmutter in regelmäßigen Abständen zusammen und entspannen sich wieder.
So kann sich die oberste Schleimhautschicht der Gebärmutterwand ablösen und den Körper durch den Muttermund und die Scheide zusammen mit etwas Blut verlassen. Dieser natürliche Vorgang kann bei einigen Frauen leider Schmerzen auslösen.
Primäre Regelschmerzen lassen sich leider nicht heilen, da sie eine natürliche Folge des weiblichen Zyklus sind. Du kannst jedoch versuchen, die Symptome zu lindern.
2. Form: Sekundären Regelschmerzen:
Sie entstehen die Schmerzen erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Ursache können in diesem Fall gynäkologische Erkrankungen, wie Endometriose, Zysten, Myome, Polypen, Eileiterentzündungen oder gar Krebs sein. Aber auch das Tragen einer Hormonspirale kann ein Auslöser für die Schmerzen sein.
In diesem Zusammenhang kann das Buch »Endometriose – Die unterschätzte Krankheit: Diagnose, Behandlung und was Sie selbst tun können*« hilfreich sein.
Sekundäre Regelschmerzen können in manchen Fällen wieder verschwinden, dafür sollte dein Arzt oder deine Ärztin jedoch die Ursache herausfinden und eine entsprechende Therapie einleiten.
Welche Symptome treten bei Regelschmerzen auf?
Neben den krampfartigen Schmerzen im Unterbauch können noch weitere Symptome während der Periode auftreten:
- Übelkeit
- Durchfall
- starke Kopfschmerzen
- menstruelle Migräne
- Schmerzen in den Beinen und im unteren Rücken
- Schwäche und Schwindel
- Hautrötungen
- Schlafstörungen
- Stimmungsschwankungen
Das alles kann uns Frauen stark belasten und uns im Alltag einschränken. Auch die Dauer der Schmerzen kann individuell sein. Bei einigen Frauen dauern die Beschwerden nur ein paar Stunden an, während andere Frauen mehrere Tage darunter leiden.
Vorsicht: Werden die Schmerzen plötzlich sehr stark und unterscheiden sich von früheren Beschwerden, solltest du dich unbedingt von deinem Arzt oder deiner Ärztin untersuchen lassen.
Regelschmerzen und Schmerzmittel: Was du beachten solltest
Vorab: Wichtig ist zunächst, die Ursache ärztlich abklären zu lassen. Denn nur wenn klar ist, woher die Beschwerden kommen, kann auch die passende Behandlung gewählt werden.
Viele Frauen greifen während ihrer Periode auf Schmerzmittel wie Ibuprofen zurück, um Beschwerden zu lindern. Das kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen: Auch frei verkäufliche Schmerzmittel können Nebenwirkungen haben, besonders bei häufiger, längerer oder nicht bestimmungsgemäßer Einnahme. Deshalb solltest du sie bewusst verwenden und dich an die Packungsbeilage oder ärztliche Empfehlung halten.
Welche Art der Unterstützung für dich passt, ist individuell. Neben Schmerzmitteln gibt es jedoch auch natürlichere Maßnahmen die du ausprobieren kannst.
Wie kann ich meine Regelschmerzen lindern? 5 Hausmittel
Als Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Schmerzmitteln möchte ich dir fünf natürliche Hausmittel und Alltagstipps mitgeben, die dich während deiner Periode unterstützen können.
1. Mit Wärme während der Periode entspannen
Wärme wird von vielen Frauen während der Menstruation als besonders wohltuend empfunden. Lege dir dafür eine Wärmflasche auf den Unterbauch oder nutze eine Heizdecke.
Meine beiden Favoriten sind:
Du kannst natürlich auch andere Produkte verwenden.
Mir hilft es außerdem, während meiner Periode auf kalte Speisen und Getränke zu verzichten und stattdessen warme Mahlzeiten und wohltuende Kräutertees zu trinken.
Generell gilt: Sorge dafür, dass du während deiner Menstruation warm genug gekleidet bist. Kuschel dich, wenn möglich, in eine warme Decke ein. Während deiner Periode darfst du besonders viel Rücksicht auf dich nehmen und dir bewusst Gutes tun.
2. Ausgewogene Ernährung für eine schmerzfreie Regel
Mit einer ausgewogenen Ernährung kannst du deinen Körper während der Regelblutung gut versorgen.
Wichtig ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Diese Lebensmittel liefern dir wertvolle Nährstoffe, darunter auch Magnesium, was zu einer normalen Muskelfunktion beiträgt.
Viele Frauen achten während ihrer Periode außerdem bewusst auf hochwertige Fettquellen. Dazu gehören zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA. EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. In meinem Beitrag »Omega-3: Wirkung, Bedarf & beste Quellen« erfährst du, aus welchen natürlichen Quellen du Omega-3 beziehen kannst und was es zu beachten gibt.
Ich nutze das Omega-3 VEGAN von NORSAN*. Das Omega-3 enthält laut Hersteller ein ausgewähltes Verhältnis von EPA und DHA.

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3. Yin Yoga gegen Regelschmerzen
Beim Yin Yoga stehen bewusstes Atmen und sanfte Übungen im Fokus. Viele Frauen empfinden diese ruhige Form der Bewegung während der Periode als angenehm und entspannend.
Du kannst die Übungen auch ein paar Tage vor Einsetzen deiner Blutung ausprobieren und beobachten, wie sie sich für dich anfühlen. Wichtig ist: Höre auf deinen Körper und mache nur das, was dir guttut.
4. Wohltuende Kräuter während der Menstruation
Es gibt verschiedene Kräuter, die traditionell rund um die Menstruation verwendet werden. Dazu zählen unter anderem:
- Mönchspfeffer
- Schafgarbenkraut
- Frauenmantelkraut
- Kamille
- Ingwer
- Gänsefingerkraut
- Thymian
- Lavendel
- Pfefferminze
Du kannst sie etwa als Tee trinken oder – je nach Anwendung – als ätherisches Öl nutzen. Probier hier vorsichtig aus, was dir guttut und was du gut verträgst.
5. Kräuter und Nahrungsergänzung bewusst einsetzen
Wenn es dir schwerfällt, bestimmte Kräuter regelmäßig in deinen Alltag zu integrieren, können Nahrungsergänzungsmittel eine praktische Möglichkeit sein, ausgewählte Pflanzenstoffe ergänzend aufzunehmen.
Ein Beispiel ist MADENA PMSvital®*. Das Produkt enthält unter anderem Mönchspfeffer und Frauenmantelkraut. Mönchspfeffer wird traditionell im Zusammenhang mit Beschwerden vor der Menstruation verwendet. Frauenmantel ist ebenfalls als traditionell genutztes Frauenkraut bekannt.
Wichtig: Die Wirkung kann individuell unterschiedlich ausfallen und ersetzt keine medizinische Abklärung bei starken, neuen oder ungewöhnlichen Beschwerden.
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Fazit: Regelschmerzen – diese Hausmittel können dich unterstützen
Bei Regelschmerzen müssen es nicht immer direkt Schmerzmittel sein. Natürliche Maßnahmen wie:
- Wärme
- eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Fettquellen wie Omega-3-Fettsäuren
- Yin-Yoga-Übungen
- wohltuende Kräuter in Tees oder ätherischen Ölen
- Kräuter und Nahrungsergänzung
können dich während deiner Periode auf natürliche Weise unterstützen und dir helfen, besser durch diese Zeit zu kommen.
Insbesondere bei Nahrungsergänzungsmitteln möchte ich mich klar von pauschalen Wirkversprechen distanzieren. Mir persönlich hilft die Einnahme bestimmter Supplemente. Das bedeutet aber nicht, dass sie bei anderen genauso wirken oder für jede Person die passende Wahl sind.
Wenn deine Regelschmerzen stark sind, neu auftreten oder dich im Alltag deutlich einschränken, solltest du sie ärztlich abklären lassen.
FAQ – Häufige Fragen zu Regelschmerzen
Was sollte ich bei Regelschmerzen besser vermeiden?
Während deiner Periode kann es hilfreich sein, auf sehr kalte Speisen und Getränke, übermäßigen Koffein- oder Alkoholkonsum, stark verarbeitete Lebensmittel und große Mengen Zucker zu verzichten. Manche Frauen empfinden diese Faktoren als belastend oder bemerken, dass sie ihre Beschwerden verstärken können.
Wie erkenne ich, ob meine Regelschmerzen ärztlich abgeklärt werden sollten?
Wenn deine Schmerzen plötzlich stärker werden, ungewöhnlich sind, über mehrere Zyklen zunehmen oder deinen Alltag stark einschränken, solltest du deine Gynäkologin oder deinen Gynäkologen aufsuchen. Auch Begleitsymptome wie Fieber, Ohnmacht, sehr starke Blutungen oder Schmerzen außerhalb der Periode sollten ernst genommen werden.
Kann Stress Regelschmerzen verstärken?
Stress kann die Schmerzwahrnehmung beeinflussen und Verspannungen im Körper begünstigen. Entspannungstechniken wie sanftes Yoga, Atemübungen, Meditation oder Wärme können deshalb während der Periode wohltuend sein.
Sind Regelschmerzen nach dem Eisprung normal?
Leichte Schmerzen rund um den Eisprung, der sogenannte Mittelschmerz, sind möglich. Wenn Schmerzen jedoch regelmäßig stark auftreten, länger anhalten, sich verschlimmern oder bis in die Periode hineinreichen, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob andere Ursachen dahinterstecken.
Helfen Magnesiumpräparate bei Regelschmerzen?
Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei und kann über die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Manche Frauen empfinden Magnesium rund um die Periode als unterstützend. Eine garantierte Wirkung bei Regelschmerzen gibt es jedoch nicht. Bei bestehenden Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder Unsicherheiten solltest du die Einnahme vorher ärztlich abklären.
Über die Autorin
Wissenschaftliche Quellen
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- Yonglitthipagon, Ponlapat et al. “Effect of yoga on the menstrual pain, physical fitness, and quality of life of young women with primary dysmenorrhea.” Journal of bodywork and movement therapies vol. 21,4 (2017): 840-846. doi:10.1016/j.jbmt.2017.01.014
- Guimarães, Inês, and Ana Margarida Póvoa. “Primary Dysmenorrhea: Assessment and Treatment.” “Dismenorreia primária: Avaliação e tratamento.” Revista brasileira de ginecologia e obstetricia : revista da Federacao Brasileira das Sociedades de Ginecologia e Obstetricia vol. 42,8 (2020): 501-507. doi:10.1055/s-0040-1712131
- McKenna, Kathryn A, and Corey D. “Dysmenorrhea.” American family physician vol. 104,2 (2021): 164-170.
- Wu, Chao-Chih et al. “Metabolism of omega-6 polyunsaturated fatty acids in women with dysmenorrhea.” Asia Pacific journal of clinical nutrition vol. 17 Suppl 1 (2008): 216-9.
- Monday I, Anthony P, Olunu E, Otohinoyi D, Abiodun S, Owolabi A, Mobolaji B, Fakoya AOJ. Prevalence and Correlation between Diet and Dysmenorrhea among High School and College Students in Saint Vincent and Grenadines. Open Access Maced J Med Sci. 2019 Mar 28;7(6):920-924. doi: 10.3889/oamjms.2019.205. PMID: 30976334; PMCID: PMC6454168.
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